Dienstag, 21. Dezember 2010

Jeder ist ersetzbar !

Dieses Motto gilt ja im Arbeitsleben. Wobei man dabei den Menschen getrennt von seiner Arbeitskraft begreift. Aber das tut der Kapitalismus ja.
Neulich wieder der Spruch: "Geschäfte sind nicht nett zu Menschen, sondern zu Kreditkarten."
Als Arbeitskraft und als Konsument dürfen wir jedenfalls eine zugewiesene Existenz einnehmen. Eine Funktion. Und in dieser sind wir allerdings ersetzbar.

Blöde nur, wenn man sich damit identifiziert und seinen Selbstwert aus dem System zieht a) und b) noch dazu annimmt, das würde für alle Lebensbereiche gelten.

Und so lebt es sich dann fort von einer Ersatz-Beziehung zur nächsten, bis man irgendwann vergessen hat, wo eigentlich der Anfang war, der dringend einen Ersatz benötigt hatte. Aber dann hat man sich schon so daran gewöhnt, nur die eigenen Löcher zu stopfen anstatt einen anderen als anders wahrzunehmen, dass es kein alternatives Verhalten mehr gibt.

Jeder ist ersetzbar ?
Im Gegenteil ! Jeder ist einzigartig und kann verloren gehen. Für immer verloren. Ja Scheisse, ich habe eine Neigung zum Pathos, so what ?

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