Mittwoch, 30. Juni 2010

Schon wieder

ein halbes Jahr vergangen...

So banal und so ereignisreich in einem.
Und es geht weiter, immer weiter, einfach weiter....

Ich vermisse :

das Meer und den Sand, die Geräusche aus den Bars an der Promenade, den Geruch nach gebratenem Fisch, während die Wellen vor mir träge an den Strand schwappen.
Gebratene Sardinen mit einem Glas kühlem Weisswein.

Stundenlang durch eine fremde Stadt zu tigern, die mich interessiert.

Das Zirpen von Grillen.

Den Mond über den Weinbergen. In der Ferne bellt ein Hund.

Den tiefen Frieden in mir, als ich dich noch halten durfte.

So stark lachen, dass ich nicht mehr aufhören kann.

Das selbstverständliche Gefühl der Bewegung meines Körpers.

Noch vor kurzem habe ich geglaubt, etwas würde bleiben. Jemand. Egal, was passiert. 
Aber das einzige, was bleibt, ist die Erinnerung. Und dieser Haufen an Erinnerung wird immer grösser und grösser, je älter ich werde. Sie bleibt. Alles andere ist vergänglich.
Noch vor kurzem war Silvester. Und jetzt ist alles anders. Unlebbar.

Ich vermisse es.


Tanzen


Diesen track habe ich gestern noch gehört. Der hat mich in der REHA begleitet. Er animiert mich zu tanzen. Ich spüre wie die Befehle Richtung Beine und Füsse gehen, aber nur ein Bein kann umsetzen. Trotzdem fühle ich mich tanzen - und das ist eins der geilsten Gefühle, die es gibt für mich, mich zu Musik zu bewegen. Das macht mich glücklich. 
Und ich bin weder umgefallen noch ist mir schwindlig geworden. 
Ich habe einfach so getan, als wäre ich garnicht krank, als könnte ich alles so bewegen, wie ich will. Und dann gings los ! Mit dem Hintern wackeln funktioniert schon tadellos .... lach....


Und dann habe ich gestern begriffen, dass ich in meinen Beziehungen noch konsequenter sein muss, als ich geglaubt habe !

Samstag, 26. Juni 2010

Samstagsfreuden

Gerade läuft meine Lieblingssendung auf byte.fm. 
Draussen Sommer.
Heute den ganzen Tag drin gewesen, trainiert und dann auf der Liege gefläzt und gelesen.
Es geht mir besser.
Dafür kehren meine weniger netten Charakterzüge zurück: Launen und Langeweile.
Leider ist nicht der logische Schluss, dass es mir, je schlechter ich gelaunt bin, gesundheitlich umso besser geht....öh....
sub war davon jetzt erstmal etwas überfordert, aber besser, er lernt mich gleich so kennen, anstatt dass irgendwann die fette Enttäuschung kommt. Was mich nicht entbindet, mich zu kontrollieren. Da sage nochmal einer, ich könne mich nicht ändern ! HA !!

Am Di wieder in die Klinik zum Gespräch.
C. hat die Chemo gut überstanden. Erstmal.

23 Uhr: Der Mond ist eine Orange. Wunderschön !

Freitag, 25. Juni 2010

Happy

Die Sonne scheint
Fleisch mariniert für das Grillen heute abend
Nachmittags Portugal : Brasilien
Die Liege auf den Balkon gestellt
Geile Mucke auf byte.fm

Dem ärgerlichen Muskelschwund mit Strampeln auf dem Rad entgegen arbeiten *ächz 
und Hanteltraining
und Bauchmuskeltraining
..nach der Krankheit bin ich fitter als vorher...

Wieder glücklich gewesen mit dem neuen sub
Der Mond stand klar am Himmel
Leichtigkeit im Herzen

Dienstag, 22. Juni 2010

Walking in my shoes

Keiner fühlt sich so wie ich. Und das meine ich jetzt nicht mitleidheischend, sondern als eine nüchterne Feststellung. Mit Konsequenzen. Ich kann immer nur beschreiben, erklären, darstellen, also nur vermitteln.
Ich neige zu der Annahme, dass das nicht nur für kranke Zustände gilt, sondern ganz generell: wie du dich fühlst, ist vermittelbar, aber nicht übertragbar. Es gibt keinen "Gefühls-Beamer". Bei aller möglichen Empathie, ALLES ist lediglich Annäherung, aber nie Identität.
"Walking in my shoes" ist schlicht eine Illusion.

Was folgt daraus ?
Zum einen, zu akzeptieren, dass Alleinsein existentiell ist. 
Zum anderen, dass nichts und niemand bestimmen kann, was du tun sollst, um dich gut zu fühlen. Das muss jeder ganz allein herausfinden und dann LEBEN. Egal, ob andere das verstehen oder nicht.

Seit ich das besser, tiefer begriffen habe, fühle ich mich freier und kann wieder jeden Tag geniessen. Egal, ob ich laufen kann, die Beine schwer sind oder ob jemand von mir enttäuscht ist.
Und umso mehr kann ich es geniessen, wenn die Vermittlungen, Übersetzungen und Annäherungen funktionieren. Das ist ganz wunderbar.
Ich bin sehr froh, dass ich dich getroffen habe.

Montag, 21. Juni 2010

Sommeranfang !!!!

....aber sowas von....!!

Ich bin glücklich und zufrieden. Die richtige Entscheidung getroffen.
Und jetzt ab zum Training !

...dumdidum...flöt...träller...freufreufreu.....


Sonntag, 20. Juni 2010

Sonntag

Manche Dinge sind ganz einfach :

Beim Richtigen kannst Du nichts falsch machen, und beim Falschen nichts richtig ! 

Ich will wieder LEBEN mit allem, was zu mir gehört. JETZT !
Nicht warten, bis ich wieder gesund bin. Denn keiner weiss, ob das jemals wieder so sein wird. JETZT ! HEUTE ! JEDEN TAG ! 

Und : ich bin ein schwieriger Patient. Da brechen dann grundlegende Charakterzüge durch.
In meinem Fall: renitent, besserwisserisch und stur.
Das war ich schon als Kind.  Tja....

Montag, 14. Juni 2010

Ja Ja Ja !

Die Gleichgewichtsstörung ist wirklich zurück gegangen !!

Und ich wackle schon wieder - aua - mit dem Hintern zu meinem momentanen Lieblingssong -aua.



Nur wahre Liebe wartet so lange, wie wir durch unseren Kummer reisen.









16 Uhr : zu früh gefreut. War nicht stabil. Trainiert und wieder kaputt. OK. Geduld. Seufz.