Montag, 28. Februar 2011

Manipulation

Alle subs sind manipulativ. Ausnahmslos.
Denn, wer dominiert werden möchte, muss "Verführerqualitäten" an den Tag legen.

Die Frauen sind also die Umworbenen, was ja nichts Neues ist. Hier aber nicht mit der Intention "lass MICH was machen", sondern "mach was mit mir".
Oberflächlich betrachtet ändert das die Rollen.
Gleichzeitig wird aber immer auch "die Dominanz getestet", heisst : Ist sie stark genug, meiner Verführung zu widerstehen ?

Kurz: eine schizophrene Situation : ich verführe, möchte aber nicht, dass die Verführung funktioniert, weil dann die Dominanz der Dame "nicht echt" ist.

Mir kommt das bekannt vor. Riecht nach guter alter männlicher Doppelmoral: Die Frau, die sich verführen lässt, verliert ihren Wert.

Und riecht ebenfalls sehr nach Dilemma für die Frau, vorausgesetzt, sie akzeptiert diese "Regeln".

Was tun ?

Als erstes sich nicht vormachen, man stünde quasi "kraft Dominanz" ausserhalb dieser Dynamik. Und zum zweiten : sei verführbar und tu dann das, was DIR gefällt und geniesse es. Drittens : Machtkämpfe können sehr erotisch sein. Viertens: WER hat hier am meisten zu verlieren ? .... Na also !

Samstag, 26. Februar 2011

Schluss mit !

Schlabberlook und Turnschuhen und Rucksack und "sportlich" !

Es muss wieder etwas mehr Chic in meine Garderobe. Keinen Bock mehr auf "langweilig und bequem", habe ich mir gesagt, als ich eben in der Stadt war. Das hat mich jetzt wieder was gekostet.
Das erste Mal in meinem Leben, dass ich Label gekauft habe. Da zwickt mich schon mein Gewissen - aber nur ein bisschen. Es war Liebe auf den ersten Blick und ich weiss, dieses Teil wird mich ewig begleiten.
Mich mit Dingen umgeben, die mir gefallen und nicht nur ihren Zweck erfüllen.

Freitag, 25. Februar 2011

Endlich Wochenende !

Endlich wieder freie Zeit !
Diesmal bin ich wirklich erleichtert, weil es anstrengend war diese Woche. Aber wieder einen guten Job gemacht heute trotz aller Unbill.

Werde mich mal wieder dem Schneiden der Songs zuwenden und auch meinem Projekt. Beides ist ins Hintertreffen geraten durch die Schufterei. Jetzt habe ich endlich wieder Zeit dafür..

Trällernd ab.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Berufsleben

Es ist doch immer wieder interessant, zu wieviel Verleugnung Menschen in der Lage sind.
Zur Zeit sehr schön zu beobachten am "Fall Guttenberg". Seine Sympathiewerte sind ja noch gestiegen. Und das einzig aus dem Grund, weil sich das Publikum seinen Helden nicht kaputt machen lassen will. Endlich einer, den wir wieder hochhalten können, da kann es doch nicht sein, dass dieser Mensch betrogen hat! Nein, wir lassen uns unsere gute Meinung, unsere "Zuneigung" nicht nehmen ! Es kann nicht sein, was nicht sein darf ! Er ist doch ein "Guter" - und als "gut" wollen wir ihn auch behalten. Das ist VIEL VIEL wichtiger als "so ein kleiner harmloser Betrug"....
Identifikation und Verleugnung auf den Punkt gebracht.

Etwas anders gelagert, sozusagen umgekehrt, mein heutiges Erlebnis, aber auch von Verleugnung und Vorurteilen geprägt.
Ich mache eine Auswertung für den Verkauf und dabei kommen recht unschöne Zahlen heraus, konkret : dass storniert wird, was auch immer reklamiert wird. Argumentation war dann, dass ja immer wieder neu fakturiert wird. Blöd nur, dass in der Auswertung unter Fakturen ALLE enthalten sind, "neu" hin, "neu" her.
Meine Chefin musste dann diesem Menschen vom Verkauf(!) allen Ernstes erklären, wie sich Stornos und Fakturen zueinander verhalten.
Dabei musste ich mir die Hand vor den Mund halten, um nicht los zu lachen. Er verstieg sich dann zu der Annahme, die Zahlen seien falsch, müssten "manipuliert" sein...
Meine Chefin klärte mich dann später auf, dass dieser Mensch mich nicht leiden kann. Blöd, wenn dann so doofe Zahlen von mir kommen, die seine Arbeit in ein schlechtes Licht rücken.
Kurz: weil er mich nicht leiden kann, müssen die Zahlen falsch sein !

Die Erde ist eine Scheibe !

Dienstag, 22. Februar 2011

Jeder Fehler

soll ja dazu da sein, etwas zu lernen.
Ich könnte aber gut auf meine Fehlentscheidungen verzichten, auf vorschnelles Handeln, auf diese "Ablenkungen".
Das bringt mich nur in Teufels Küche und zu Überlegungen, wie ich mich da wieder rauswinde.
Hätte ich mir alles sparen können - wenn ich besser auf meine Wahrnehmung "gehört" hätte.

Nun gut bzw schlecht : hab mich wieder rausgewunden, per Notlüge die Flucht ergriffen. Peinlich. Und so unnötig.

Aber jetzt gehts mir besser.

Sonntag, 20. Februar 2011

The National

spielen auf dem Gurtenfestival !!!

DAFÜR werfe ich mich trotz meines für ein open-air fortgeschrittenen Alters in die Massen !
DAFÜR zahle ich so gut wie jeden Preis !

Conversation 16

"everything means everything...."

Wenn...

ich die Zeit zurückdrehen könnte, etwa 3 Jahre, und dann einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, s. nie zu begegnen.

Ich würde eine Löschtaste betätigen für alle Implikationen, die diese Begegnung nach sich gezogen hat. Ich würde auf alles freiwillig verzichten, auch auf das Glück - nein, ganz besonders darauf.

Ich wäre ein anderer Mensch und ich hätte andere Erfahrungen gemacht. Das ist einigermassen banal - aber eine schöne befreiende Idee: was wäre (gewesen), wenn ?

In jeder Sekunde entscheidet man, welche Gabelung des Weges man nimmt - allerdings immer nur vorwärts, niemals zurück.
Glücklicherweise gibt es Kreisverkehr - und die verpasste Abzweigung taucht immer wieder auf - theoretisch - man muss sie nur als die richtige erkennen....

Pace is the trick

Freitag, 18. Februar 2011

Das muss jetzt mal gesagt werden !

An alle EX-subs, EX-lover, EX-was-auch-immer, die ihr hier noch mitlest, warum auch immer :
Den EX-Status habt ihr nicht umsonst, den habt ihr euch erarbeitet !

Und all denjenigen, die sich mir ach-so-nah fühlen aufgrund der Lektüre hier, welche aber nur ihre unreflektierten Projektionen befeuert, antworte ich frei nach "Element of Crime" :
Da wo ihr seid, bin ich nie ! - und will es auch niemals sein, möchte ich hinzufügen.

Ich hoffe, das ist jetzt deutlich genug !

Donnerstag, 17. Februar 2011

Heute

auf den Tag genau : 25 Jahre ! gemeinsames Leben.

Nachtrag....damals....

Was bin ich ihm hinterhergelaufen! Wochenlang. Im damals eiskalten, schneereichen Winter mit meinen dünnen Turnschuhen. Und da gab es für mich noch kein Handy und kein Internet, da musste ich schon aus dem Haus gehen, wenn ich was wollte. Und ich wollte. Stur verliebt.
Ewig hat es gedauert, bis er das kapiert hat. Erst, als ich ausgeflippt bin, dass ich jetzt nicht mehr mag....und dann nahm "das Schicksal" seinen Lauf.

Merke: Hinterherlaufen muss nicht immer entwürdigend sein.

Dienstag, 15. Februar 2011

Nan Goldin

Ausstellung in Berlin


Diese Bilder haben mich sehr beeindruckt, weil sie so alltäglich scheinen und so ungestellt, und dadurch abbilden, "wie es ist". Die Menschen in den Bildern sind fragile Wesen, verletzbar und von teilweise ätherischer Schönheit. Einer Schönheit, die nicht gestellt ist, inszeniert, sondern durch alle Schrecken der Sucht und der Abhängigkeit hindurchscheint.
Menschen, deren Identität nicht auf das Geschlecht reduziert ist, oder die zu sogenannten Randgruppen zählen.

In der Ausstellung gab es auch einen Film, der das grosse Sterben durch AIDS gezeigt hat, die vielen Freunde, die sie verloren hat.
Sie sagte in dem Film sinngemäss, sie habe immer gedacht, wenn sie die Menschen, die sie liebt, ganz oft fotografiert, dann kann sie sie nicht verlieren. Aber am Ende habe genau das gezeigt, was sie alles verloren hat.

Das ist so ein kindlicher Gedanke, etwas Magisches. Ich banne dich auf ein Bild und du bleibst bei mir. Das hat mich sehr berührt, dieses Bemühen, der Vergänglichkeit ein Schnippchen schlagen zu wollen. So vergeblich und doch so schön.
Die Suche nach Glück, und sei es nur für einen Moment, ist in den Bildern festgehalten. Und die Einsamkeit in diesem Bemühen, und der Preis, der dafür manchmal gezahlt wird.

Und in dem Film das Sterben einer grossen Liebe an AIDS, nur noch Haut und Knochen am Ende, der dünne Arm. Und der grosse, kräftige, gesunde Mann küsst seinen kranken, bald toten Freund sanft auf die Stirn.

Vergänglichkeit und die Trauer darüber.
Aber auch Momente der Innigkeit und der Nähe, der Nacktheit, der Blösse.

Das wird mich noch lange beschäftigen.

Montag, 14. Februar 2011

Back from Berlin

Ich bin dem Kaufrausch erlegen !
Sowohl in Verschönerungs- als auch musikalischer Hinsicht. Ein Sack CDs wartet auf gehört-werden und Begutachtung. Ja, doch, ich kaufe noch CDs!
Dafür habe ich sogar auf eine ultra hippe Handtasche verzichtet. Ich war also noch in der Lage, Prioritäten zu setzen.


Dafür war meine Lieblingsmarke für Make Up aus dem KADEWE verschwunden, weil sie, wie ich erfahren habe, das Deutschland-Geschäft eingestellt haben. Blöde Idee!


Am Samstag meine Freundin aus Hamburg seit fast einem Jahr endlich wiedergesehen. Das war sehr sehr schön und vertraut - bei wahren Freunden spielt es eben keine Rolle, wieviel Zeit vergangen ist seit dem letzten Treffen - wunderbar!

Und am Sonntag dann die Ausstellung mit Nan Goldins Bildern. Dazu muss ich mehr schreiben, das hat mich in mehrfacher Hinsicht beeindruckt und bewegt, das verdient einen eigenen Post - demnächst.

Dann noch Sprüche oder Wortfetzen:

"Ich bin eigentlich ein introvertierter Typ, ich zeige es nur nicht so."

"How long is NOW"

Und dann noch das neue Album von mogwai mit dem Titel:
"Hardcore will never die, but you will"

Die SM-Party war dann allerdings ein Tiefpunkt. Dieses langweilige Ambiente und Rumgesitze und unter-sich-bleiben kriegt jeder Stammtisch auf dem Dorf genauso gut hin. Ich habe mich selten so gelangweilt.

Clubbing habe ich leider auch nicht hinbekommen, da stand mir dann doch mein bereits fortgeschrittenes Alter im Weg. Wenn die gigs erst um 24 Uhr beginnen, liege ich schon erschöpft im Bett. Tja. That's the way it is...

Sonntag, 6. Februar 2011

Das hat mich umgehauen !

Monica Lierhaus


Mir sind die Tränen gelaufen.
Respekt vor dieser Frau !

Das mit dem Heiratsantrag fand ich etwas daneben, too much sozusagen, da verstehe ich nicht,warum es öffentlich sein musste.
Was ich aber verstehe, ist, dass sie zurück will in die Öffentlichkeit, denn sie war früher eine öffentliche Person und hat es geliebt, vermute ich mal.
Und es geht auch darum, sich nicht zu verstecken.

Es hat mich erinnert an meine Zeit in der REHA, als ich noch nicht mal den Arm heben konnte, um die Zähne zu putzen, geschweige denn, mich vorzubeugen, um die Schuhe zuzubinden. Daran, was es heisst, ALLES wahrzunehmen, sich aber nicht bewegen zu können. Und andere fallen mir ein, die sich nicht mehr artikulieren konnten, nur noch stammeln, und viele viele mehr....

Sie kann laufen, sie kann sprechen, und das ist verdammt viel. Die Kraft, die das gekostet hat, ist unvorstellbar. Für einen gesunden Menschen unvorstellbar. NICHTS ist selbstverständlich und für immer VON SELBST da. Es ist GLÜCK, einfach nur GLÜCK, wenn das Gehirn tut, was üblicherweise von ihm erwartet wird.

Nun, ich habe die Tränen getrocknet und das Fenster weit geöffnet. Der erste sonnige Tag in diesem Jahr. Dazu höre ich meine Lieblingssendung und rauche. Die Schwaden kringeln sich in den blauen Himmel.
Ich empfinde wieder diese tiefe Dankbarkeit, für alles, dafür, ZU LEBEN.

Freitag, 4. Februar 2011

Oh verdammt !

Hab ich schon lang kein outfit mehr getragen, fast ein ganzes Jahr, und jetzt reiht sich plötzlich Party an Party, und ich weiss garnicht, ob das alles noch passt.....

Also raus aus dem Feierabend-Schlabberlook und rein ins Korsett !

Puuh....

Leder passt alles noch, aber die Lacksachen sind gefährlich eng....öh.....naja, muss ja nicht sein, bleib ich bei Leder....und dann noch ein bisschen laufen üben in den heels .... weia .... und ab ins Getümmel !

In Berlin ist nämlich, welch ein freundlicher Zufall, gut was geboten. Und Freunde von früher kann ich dabei auch treffen. Ich freu mich schon !

Donnerstag, 3. Februar 2011

An manchen Tagen,

so wie heute, schleppe ich mir nur irgendwie vom Büro in den Zug und nach Hause. Dort kann ich mich nur hinlegen und hoffen, dass dieses Gefühl der Schwäche bald wieder verschwindet. Was es auch einigermassen tut. 
Aber zurück bleibt die Erkenntnis: du bist vor der Zeit alt geworden, kannst nicht mehr so wie die anderen. Das fühlt sich bitter an, denn mein Geist ist immer noch genauso wach. Nun denn ...

Dennoch geht es nächste Woche nach Berlin; Experiment "Leben wie zuvor" nächste Runde.
Seit ich krank bin, war ich nicht mehr allein unterwegs. Ich habe zwar eine längere Reise gemacht und diverse Besuche, aber ich war nie für länger allein.
Das gehörte aber immer dazu, allein Entdeckungsreisen in fremde Gefilde zu unternehmen. Und ich sehne mich auch danach. Nach meiner Lieblingsstadt. Trotzdem wird es spannend. Wie wird es sich anfühlen ?
Und so wird mein Besuch dort erneut zu einem Abenteuer.
Ironisch gewendet, brauche ich nichts zu unternehmen, was vollkommen fremd ist, allein das schon Bekannte gerät mir zur Herausforderung.

Aber halt, ganz stimmt das nicht, es gibt was Neues : "guitar heroine" , jeden Tag eine halbe Stunde. Macht sehr viel Freude !