Noch vor kurzem als "Lebenspartner" eingetragen, steht da jetzt jemand anders. Äh..ja....
Das ist in der Szene ja weit verbreitet, und vermutlich nicht nur da.
Nicht, dass ich nicht verstehen würde, dass Partnerfindung ein schwieriges Unterfangen ist und viele "Experimente" daneben gehen; trotzdem finde ich diesen Mangel an Treue im altmodischen Sinn erbärmlich.
Dabei fasse ich mich durchaus auch an die eigene Nase. Gefällt mir nicht, gefällt mir überhaupt nicht!
Das zum einen.
Und zum anderen: wieso muss diese Erbärmlichkeit öffentlich ausgetragen werden? Damit alle wissen, dass einen ein sogenannter "Lebenspartner" gerade mal ein paar Monate interessiert? Reicht es nicht vollkommen, seine Unfähigkeiten mit sich selbst und dem jeweiligen Partner auszumachen?
Wenn das denn überhaupt noch einen Wert darstellt: Konflikte auszuhalten, Art des Miteinanders und Ohneeinanders zu verhandeln etc - UND: DA bleiben, DABEI bleiben und nicht gleich wieder der Illusion zu erliegen - die das Internet suggeriert - an der nächsten Ecke warte schon der nächste "Lebenspartner".
Womit wir wieder beim Warencharakter wären.
Andererseits aber auch beim guten alten "Privatleben", welches auch bedeutet, dass dieses niemanden etwas angeht, mit dem ich nicht eine solche, nämlich private Beziehung pflege.