Wer andere nur nach ihrer sexuellen Orientierung / Neigung beurteilt, braucht sich nicht zu wundern, wenn mit ihm/ihr selbst auch so verfahren wird. Damit wird dann die Ökonomisierung von Beziehungen auf die Spitze getrieben: Orientierung an Zweck und Nutzen. Was kann ich brauchen, was nicht ?
Ich bin nicht so vermessen, einen Glücksanspruch zu unterstellen, aber allein das Moment der Befriedigung hat so betrachtet einen schalen Beigeschmack. Erinnert das doch an die materiellen Glücksversprechen, die einen tagtäglich belagern mit ihrem "nur so, nicht anders". Die viel versprechen und nichts halten.
Ich bin nicht dumm genug, um daran zu glauben.
Immer noch bin ich der Ansicht, dass Momente der Zweckfreiheit unabdingbar sind, um glücklich sein zu können. Mit sich und mit anderen.
Manchmal denke ich, Freundschaft ist die einzig wahre, weil am wenigsten zweckorientierte Beziehungsform. Im Idealfall.
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