Jetzt, so zum Jahresausklang, sollte man Dinge abschliessen, die einen beschäftigen oder belasten - einem jedenfalls irgendwie im Weg stehen.
Also habe ich mich auf ein durchgeknalltes Abenteuer eingelassen. Mit dem Ergebnis: funktioniert so nicht.
Schönheit alleine reicht nicht aus. Ich finde Schönheit natürlich angenehm, wundervoll zu betrachten oder auch zu berühren, ein ästhetischer Genuss.
Nur bedeutet sie garnichts, wenn ich den Menschen nicht kenne, dann ist sie nur eine Hülle. Nett, mehr aber auch nicht.
Kurz: die Begegnung mit der superscharfen schnecke hat mich null berührt und ging auch dementsprechend schief.
Das zum einen.
Zum anderen hat man oft falsche Erwartungen, was einen berührt.
Und da wird man dann überrascht.
In Stuttgart gibt es eine Eisbahn mitten in der Stadt. Gibt es wohl in mehreren Städten.
Jedenfalls hatte ich das schon lange nicht mehr gesehen.
Und da ziehen dann Menschen, meist jüngere, mehr oder weniger wackelig ihre Bahnen zu mehr oder weniger schmalziger Musik. Und man kann sich so eine Art "Führpinguin" ausleihen, wenn man sich noch ganz unsicher fühlt.
DAS hat mich berührt. Da hab ich gestrahlt. Das finde ich toll.
Wohl, weil es mich an meine Kindheit erinnert, an dieses Glück auf Kufen, an die roten Backen im kalten Wind, an das Vergnügen der Bewegung.
Und ganz allgemein war es auch gut, dass ich nochmal in Stuttgart war. Ich fand es diesmal ganz angenehm, früher konnte ich die Stadt nicht leiden. Auch nicht schlimmer als Frankfurt oder Mannheim. Wenn nur der Dialekt nicht wäre. Grausam. Und meine Sentimentalität bekam einen ordentlichen Dämpfer. Gut so.
Was also habe ich gelernt?
Schönheit ohne Inhalt kickt mich NULL. Und weitergehend denke ich sogar, dass ich mir jedweden oberflächlichen sexuellen Kontakt in Zukunft sparen kann. Bringt mir nichts. Befriedigt mich nicht.
Und dann habe ich noch gelernt, dass es gut ist, offen zu sein für die kleinen Überraschungen....
s. hat natürlich nicht geantwortet. Ich kann es ihm nicht verdenken. Ist wohl klüger.
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